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Freunde der Tauben in Berlin

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Woher kommen unsere Stadttauben eigentlich?

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Stadttauben klassische Wildvögel wie Amseln oder Spatzen sind. Tatsächlich haben sie eine ganz andere Geschichte: Stadttauben sind verwilderte Haustiere.Die Abstammung: Von der Felsentaube zum StadtbewohnerAlle Stadttauben stammen ursprünglich von der Felsentaube (Columba livia) ab. Diese lebte in Klippen und Höhlen an Meeresküsten. Der Mensch domestizierte sie bereits vor Jahrtausenden. Unsere heutigen Stadttauben sind die Nachfahren von:

  • Brieftauben, die den Weg nach Hause nicht fanden.
  • Hochzeitstauben, die sich verflogen haben.
  • Nutzen- und Zuchttauben, die aus ihren Schlägen entflogen sind oder freigesetzt wurden.

Warum leben sie in der Stadt?Da ihre Vorfahren Felsenbewohner waren, erkennen Stadttauben in unseren Häusern, Nischen und Brücken instinktiv ihre natürlichen „Felsen“. Bäume meiden sie meist zum Brüten, da sie genetisch auf Stein und Beton programmiert sind.Der „Domestikations-Fluch“: Warum sie Hilfe brauchenDa Stadttauben keine echten Wildtiere sind, sondern vom Menschen gezüchtet wurden, fehlen ihnen einige natürliche Überlebensinstinkte:

  • Kein Zugvogel-Instinkt: Sie bleiben das ganze Jahr über an ihrem Ort, auch im harten Winter.
  • Brutdrang: Der Mensch hat ihnen angezüchtet, das ganze Jahr über Eier zu legen (bis zu 6-mal im Jahr), egal ob genug Futter da ist oder nicht.
  • Standorttreue: Sie verlassen ihre „Heimat“ (die Stadt) nicht, selbst wenn sie dort hungern müssen.

Pizza statt Körner? Warum falsches Futter Stadttauben krank macht

Viele Menschen meinen es gut und teilen ihr Brot oder ihre Reste mit Stadttauben. Doch was für uns ein Snack ist, ist für Tauben lebensgefährliches „Junkfood“. Da Stadttauben die Nachfahren von entflogenen Haustauben sind, sind sie auf unsere Hilfe angewiesen – aber nur auf die richtige.1. „Hungerkot“ und MangelernährungTauben sind reine Körnerfresser. Ihr Verdauungssystem ist auf harte Samen, Getreide und Hülsenfrüchte ausgelegt.

  • Das Problem: Brot, Pommes oder Gebäck enthalten Salz, Zucker, Hefe und Konservierungsstoffe.
  • Die Folge: Die Tauben bekommen schweren Durchfall, den sogenannten „Hungerkot“. Dieser ist flüssig, zehrt den Körper aus und ist zudem extrem aggressiv gegenüber Bausubstanz und Fassaden. Eine gesund ernährte Taube produziert festen, fast geruchlosen Kot.

2. Ein geschwächtes ImmunsystemDurch die „Zivilisationskost“ fehlen den Tieren wichtige Vitamine und Mineralien.

  • Sichtbare Folgen: Das Gefieder wird struppig, die Tiere wirken aufgeplustert und krank.
  • Ansteckungsgefahr: Nur eine mangelernährte Taube ist anfällig für Parasiten und Infektionen. Artgerecht gefütterte Tauben haben ein starkes Immunsystem und stellen kaum ein Gesundheitsrisiko dar.

3. Das Ratten-ProblemEssensreste wie Brot oder Pizzastücke bleiben oft lange liegen, wenn die Tauben satt sind oder das Futter nicht verwerten können.

  • Ungebetene Gäste: Diese Reste locken Ratten an, was in Städten oft zu echten Problemen und strengen Fütterungsverboten führt. Kleinkörniges Getreide hingegen wird von Tauben meist restlos und schnell aufgepickt.

4. Verkrüppelte Füße durch NährstoffmangelOft sieht man Stadttauben mit verkrüppelten oder fehlenden Zehen. Neben hängengebliebenen Fäden ist Kalziummangeldurch falsches Futter ein Hauptgrund. Die Knochen werden weich und die Heilung von kleinen Verletzungen funktioniert nicht mehr richtig.Unser Fazit: Wenn füttern, dann richtig!Wer den Tieren in Berlin etwas Gutes tun will, sollte auf Mais, Weizen, Erbsen oder ungesalzene Sonnenblumenkerne setzen. So bleiben die Tiere gesund, die Stadt sauberer und das friedliche Miteinander von Mensch und Tier gewahrt.

Noch mehr zu dem Thema Stadt Tauben

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Häufig gestellte Fragen

Bitte wende dich unter info@tauben-freunde-berlin.de an uns, wenn du keine Antwort auf deine Frage findest.

Das struppige Gefieder oder der dünne Kot vieler Stadttauben liegen meist nicht an ansteckenden Seuchen, sondern an Mangelernährung. Als ehemalige Haustiere finden sie in der Stadt oft nur ungeeignetes Futter (Essensreste), was zu Verdauungsproblemen („Hungerkot“) führt.


Es hält sich hartnäckig das Gerücht, Stadttauben seien „Ratten der Lüfte“. Doch was ist dran? Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ein differenziertes Bild: Das Risiko einer Krankheitsübertragung auf den Menschen ist im normalen Alltag minimal.


Ja, im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten ist das Füttern von Stadttauben in Berlin grundsätzlich erlaubt. Es gibt kein stadtweites Verbot in der Berliner Grünanlagen-Verordnung. 

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Sie können Tauben Freunde Berlin über das Kontaktformular auf unserer Website oder perE-Mail unter  info@tauben-freunde-berlin.de erreichen.


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